TECHNOLOGY

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Technologiegestützte Interventionen am Beispiel der Prävention des schleichenden funktionellen Abbaus im Alter

Neue technische Entwicklungen haben Geräte wie Activity-Tracker und Sensoren zur Überwachung der Vitalfunktionen hervorgebracht, die sowohl für die Aufdeckung von Risiken als auch für Präventionsmaßnahmen sehr gut geeignet sind. Solche Geräte sind relativ preisgünstig, lassen sich einfach in den Alltag integrieren und können auch von technisch wenig versierten Personen über einen längeren Zeitraum angewandt werden. Das macht sie auch für einen Einsatz in größeren Studienpopulationen brauchbar. Die Geräte sind mittlerweile so verlässlich und präzise, dass die während des Monitoring gesammelten Informationen über das Verhalten und die Vitalfunktionen eine valide Basis für ein Feedback an den jeweiligen Probanden und die Planung weiterer Maßnahmen bilden.

Ziele

Primäres Ziel dieses Projektes ist die Erforschung neuer und vernetzter Technologien zur individuellen Gesundheitsvorsorge in der Primärprävention. Hierzu wird eine Kombination von Sensoren zur Unterstützung präventiver Maßnahmen entwickelt und am Beispiel einer frühzeitigen Erkennung und technologiegestützten Intervention für das Entgegenwirken eines schleichenden funktionellen Abbaus evaluiert. Durch nutzerspezifische Anpassungen der Nutzungsschnittstelle sollen soziale Hürden überwunden werden, so dass Präventionsmaßnahmen individueller und effizienter gestaltet werden können.

Arbeitsprogramm

Verfügbare Sensoren werden auf ihre Eignung für Präventionsmaßnahmen evaluiert. Als Basis werden Technologien zur individuellen Gesundheitsvorsorge, insbesondere Aktivitäts-Tracker, verwendet, die sich bei der Unterstützung körperlicher Aktivitäten bereits bewährt haben. Die Nutzerschnittstelle wird an die spezifischen sozioökonomischen Anforderungen anpassbar sein.

Die entwickelten Technologien werden in zwei Studien evaluiert: In der VERSA-Studie (Vorhersage zum Erhalt der Selbstständigkeit im Alter) wird an 350 Personen ein Screening für funktionellen Abbau durchgeführt, das neben einem umfassenden geriatrischen Assessment neue Technologien zur Erfassung der körperlichen Aktivität unter Alltagsbedingungen nutzt. In der Studie „technikgestützte Maßnahmen im Rahmen der Primärprävention“  wird eine technikunterstütze Intervention zur Stärkung der körperlichen Leistungsfähigkeit entwickelt und erprobt. Das Feedback der Studienteilnehmer fließt in die Entwicklung ein.

Beteiligte

Prof. Susanne Boll, OFFIS – Institut für Informatik
Elke Beck, OFFIS – Institut für Informatik
Jochen Meyer, OFFIS – Institut für Informatik
Bianca Sahlmann, OFFIS – Institut für Informatik
PD Dr. Jürgen Bauer, Universitätsklinik für Geriatrie, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Lena Dasenbrock, Universitätsklinik für Geriatrie, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Prof. Dr.-Ing. Andreas Hein, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Dr. Sebastian Fudickar, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Sandra Hellmers, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Andrea Heinks, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Dr. Rebecca Diekmann, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Prof. Dr. Frauke Koppelin, Jade Hochschule
Alexander Pauls, Jade Hochschule
Prof. Dr. Heinz Rothgang, Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik (SOCIUM)

Kontakt

Jochen Meyer
Telefon: 0441 / 9722-185
E-Mail: jochen.meyer(at)offis.de